Kunstrasenplatz - Verwaltung und Politik in Varel nehmen Ball auf

04.07.2018 - NWZ online

 

Die Vareler Fußballvereine überreichen Bürgermeister Gerd-Christian Wagner eine gemeinsame Absichtserklärung. Sie wünschen sich einen Neubau einer großen Anlage. Langfristig gesehen könnte am neuen Standort sogar ein Hallenbad entstehen, so Wagner. Der Ratsherr Alexander Westerman bedankte sich bei den Clubs für das Konzept.

 

Der Anstoß ist erfolgt, Verwaltung und Politik wollen den Ball nun aufnehmen. Der Wunsch der Vareler Fußballvereine nach einem Kunstrasenplatz könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Das sagte Gerd-Christian Wagner am Montagabend. Vertreter der Clubs überreichten dem Bürgermeister eine Absichtserklärung, in der sie sich gemeinsam für den Bau einer Anlage stark machen und dabei ihre Unterstützung anbieten.

 

„Für die Politik ist es ein ganz klarer Anstoß“, sagte Wagner. Der Bürgermeister nahm vor allem den Vorschlag, eine größere Sportanlage zu bauen, die allen Vereinen offen steht, dankbar auf. „In dem Konzept ist durchaus verankert, dass man groß denken kann und nicht nur klein-klein“, sagte er. Dabei regte er an, an dem zu schaffenden Sport-Standort langfristig auch ein Hallenbad zu errichten. Denn: „So wie es jetzt aussieht, müssen wir uns in zehn Jahren mit einem Neubau beschäftigen.“

 

In dem Konzept bieten die Sportvereine an, sich an der Errichtung und der Pflege zu beteiligen sowie die Nutzung der zukünftigen Anlage einvernehmlich zu regeln. Zudem schlugen sie vor, Sportplätze aufzugeben, sofern der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden kann. Wo der Platz entsteht, ist ihnen egal. Die Standortsuche laufe derweil, so Bürgermeister Wagner.

 

Die Forderungen der Projektgruppe Vareler Fußball-Vereine, die aus Mitgliedern des JFV Varel, TuS Büppel, TuS Obenstrohe, TuS Dangastermoor und TuS Varel besteht (der SC Varel soll noch beteiligt werden), decken sich laut Wagner in vielen Dingen mit dem neuen Sportstättenentwicklungskonzept. Dieses wolle die Stadt bis Oktober den Vereinen vorstellen. „Ich denke, dass wir dieses mit der Absichtserklärung gut verschneiden können, denn ich sehe viele Parallelen“, sagte der Bürgermeister. Er betonte aber auch: „Wir müssen ebenso an die anderen Vereine denken, die keinen Rasensport betreiben.“

 

Ein Kraftakt wird indes die Finanzierung. Anbieter von Kunstrasenplätzen rechnen mit 600 000 Euro für eine neue Anlage. In den Haushalt 2019 der Stadt wurden bereits als freiwillige Leistung 670 000 Euro für das Sportstättenentwicklungskonzept und damit für einen möglichen neuen Kunstrasen eingestellt. „Damit hat die Politik zum Ausdruck gebracht, dass es auch umgesetzt werden soll“, betonte Gerd-Christian Wagner.

 

Auch der Vorschlag der Clubs, Geld für einen Kunstrasen durch die Aufgabe und Umwandlung des Waldstadions an der Windallee in ein Baugebiet zu erlösen, stieß beim Bürgermeister auf Interesse. Dort stünden „enorme Investitionen“ an. „Ist es sinnvoll zu renovieren und die Anlage vor Ort wettkampftauglich auszubauen?“, fragte er und lieferte die Antwort gleich mit: „Ein Invest in eine neue Anlage ist langfristig besser.“

 

Positive Signale sendete als Reaktion auf die Berichterstattung in der NWZ der parteilose Ratsherr Alexander Westerman. Ich war erst skeptisch. Jetzt liegt uns ein sehr gutes Angebot von den Vereinen vor“, schrieb er in einem „Echo“ und bedankte sich für das Entgegenkommen der Clubs: „Politik und Verwaltung müssen den Ball nun nur noch einnetzen.“

 

„Wenn es zum Schulterschluss von Politik und Vereinen kommt, können wir einiges erreichen“, sagte der Bürgermeister. Das bestätigte Lüder Gutsche, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Vareler Sportvereine: „Wir wollen mit der gemeinsamen Absichtserklärung demonstrieren, dass wir einig das gleiche Ziel verfolgen.“

 

 

 

... was bringt sie, wie entwickelt sich der Fußball in Varel.

Fragen die nicht immer eindeutig zu beantworten sind, jedoch um etwas zu ändern bzw. was zu bewegen müssen Entscheidungen, egal wie beliebt oder unbeliebt sie sind, getroffen werden. Wir möchten uns in dieser Darstellung gerne kurz fassen, da wir alle wissen, dass die Zeit für viele Dinge oft nicht ausreicht. Jedoch Lucius Annaeus Seeca zitierte schon vor 2000 Jahren

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“

Wir, der Jugendfußball Förderverein Varel, der getragen wird von den 5 Stammvereinen TuS Büppel, TuS Obenstrohe, TuS Dangastermoor, TuS Spohle und TuS Varel, haben uns zur Aufgabe gemacht alle Jugendfußballer im Alter von 11 bis 18 Jahren sportlich auszubilden. Die Betreuung und die Begleitung der Jugendfußballer werden in enger Absprache mit den Stammvereinen, der Fußballausbildung durchgeführt. Am Ligawettbewerb nehmen wir in der dieser Saison mit 12 Mannschaften (5 D-; 3 C-; 3 B- und 1 A-Jugend) teil.

Leider haben wir, als neuer Verein, keine eigene Heimat bzw. keiner der 5 Stammvereine besitzt die Räumlichkeiten (Platzreserven) um hier Abhilfe zu schaffen. Dabei liegt eine mögliche Lösung vor der Tür, jedoch sind hier die Rahmenbedingungen etwas kompliziert.

Seit mehr als 7 Jahren liegt ein Bundeswehrgelände fast ungenutzt in Varel.  

 

In dem Bild oben, wäre rechts auf der Betonfläche und oberhalb des Hubschrauberlandeplatzes, genügend Fläche, für einen Kunstrasen- und einen Naturrasenplatz. Im Bild unten, ist eine mögliche Plannung aufgezeigt. Hier könnte ein Kunstrasenplatz, zwei kleine Kunstrasentrainingsplätze, eine Rasenfläche (rechts) und einer „Indoor-Fläche“ (die alte Exerzierhalle) den 12 Mannschaften des JFV Varel, aber auch den weitere Mannschaften der 5 Stammvereine, Möglichkeiten des Trainings- und Spielbetriebs bieten. Weiterhin könnten links Umkleidekabinen und ein Jugendtreff, sowie vorhandene Parkflächen geschickt ins das Konzept mit eingebunden werden.

Dieser kurze Ausbilck, auf eine Änderung in der Sportplatzlandschaft, soll nun eine Anregung darstellen, nur wenn die Politik sich zusammen mit den Vereinen konstruktiv auseinander setzt, wird eine Lösung für Varel auch möglich sein. Wir wünschen uns eine kostengünstig  und vernüftige Realisierung und wenn eine Umsetzung wirklich in Betrachtung kommt, ist das ein sehr guter Ansatz.

Im Blog möchten wir dieses Thema hier mit Euch offen diskutieren. Wir freuen uns auf rege Beteiligung. Zum Block hier......

Wichtige Fakten

 

für die Sportplatzsituation von Varel (ohne Freizeit, Hobby und Firmenmannschaften)

 

Übersicht der Fußballplätze von Varel

 

       

 

Ort

Anzahl der Plätze

Bedarfsstunden pro Jahr

Mannschaften die dort aktiv am Spielbetrieb teilnehmen

 

Flutlichtanlagen

Langendamm

2

1120

5

2

Obenstrohe

3

3260

16

1

Büppel

1,5

2580

12

1

Arngaster

2

1520

8

1

Waldstadion

1

0

Neuenwege

1

1200

5

1

       

 

Summe:

10,5

9680 Stunden

46

6

           

 

Die Erhaltung eines Naturrasens setzt voraus, dass dieser nicht überbeansprucht wird. Mögliche Nutzungsstunden eines Naturrasens sind im Winter (1.11. bis 31.3.) 1,5 Stunden am Tag. In der übrigen Zeit ist der Rasen 3 Stunden täglich nutzbar. In der Summe ergibt dies 600 Nutzungsstunden pro Jahr für einen Naturrasen. Aus dieser Betrachtung müssten in Varel mindesten 16 Großplätze zur Verfügung stehen, um einen vernünftigen Trainings- und Spielbetrieb zu ermöglichen. Für die Wintermonate wird durch fehlende Flutlichtanlagen die Anzahl der Plätze noch erheblich reduziertt.

 

Ein Kunstrasen ist im Prinzip rund um die Uhr bespielbar. Jedoch sind bei Rechnungen mit 2000 oder mehr Spielstunden pro Jahr, diese immer mit großer Vorsicht zu betrachten.

Vereine nutzen den Sportplatz in der Woche normalerweise in der Zeit von 16 bis max. 21 Uhr. Dadurch erreicht ein Verein bei Abzug der Sommer- und Winterpausen und  bei guter Auslastung  ca.1800 Spielstunden im Jahr. Das würde dann, bei den angenommen Zahlen zum Ergebnis führen,

3 Rasenplätze entspricht 1 Kunstrasenplatz

 

Jedoch gerade in den Wintermonaten ist die Nutzung des Kunstrasenplatzes, im Vergleich zum Naturrasen erheblich besser. Erfahrungswerte haben ergeben, das 1,5 Stunden bei Naturrasen und mehr als 5 Stunden für Kunstrasen in der Winterzeit als gute Berechnungswerte sich eignen.

Weitere Studien haben gezeigt, dass die Jahreskosten für einen Kunstrasen nicht von denen eines Naturrasens abweicht (Im Jahr liegen die Kosten pro Platz etwa 10.000,-€ für Pflege und Instandsetzung). Rechnet man dies jedoch auf die Spielstunden zurück, wird die Einsparung deutlich.

 

 

Naturasen

Kunstrasen

Kosten pro Spielstunde
bei normaler Auslastung

ca. 16,00 €
(bei 600 Spielstunden)

ca. 6,00 €
(bei 1.800 Spielstunden)

 

Da ein Kunstrassen mindesten die Belastung von 2 bzw. bei optimaler Auslastung sogar 3 Großplätzen erreichen kann, wird eine Einsparung von 20.000,-€ bis 30.000,-€  pro Jahr alleine durch die Pflege bzw. durch die Unterhaltung erreicht.

 

Bei einer Lebenszeit von 15 Jahren für eine Kunstrasen, ergibt sich eine Einsparung von etwa 300.000,-€ bis etwa 400.000,-€ für diesen Zeitraum.

 

 

Jedoch gerade die Nutzung in den Wintermonaten (1/3 des Jahres) zeigt, dass für den JFV Varel und seinen Stammvereinen ein Kunstrasenplatz eine vernünftige Lösung darstellt.

 

Ein Kunstrasen Platz rechnet sich nur bei hoher Auslastung, da durch die Steigerung der Nutzungsdauer die Kosten pro Spielstunde sinken und das ist durch den JFV Varel und die 4 Stammvereine gegeben. Da der Kunstrasen in der Erstellung erheblich teurer ist als ein Naturrasen, müsste man bei ausreichend Platz drei Naturrasenplätze bauen um den Bedarf an Trainings-und Spielbetrieb zu decken.